Die Bundeswehr hat seit Russlands Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 einen deutlichen Anstieg von Drohnensichtungen über ihren Einrichtungen registriert. Mehrere hundert vermutete Überflüge wurden in diesem Zeitraum dokumentiert. Die Sicherheitslage in Deutschland und Europa hat sich grundlegend verändert, wobei das Land täglich hybriden Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffen, Spionage und Sabotage ausgesetzt ist.
Zuletzt gab es mehrere Zwischenfälle: Vor einer Woche wurden zwei Drohnen über einem Militärstützpunkt in Mechernich in Nordrhein-Westfalen gesichtet, der Fall wurde an die Polizei übergeben. An Leipzigs Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff und Zünder ausgestattete Drohne entdeckt, die bei ukrainischen Transportflugzeugen für Aufregung sorgte. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall übernommen.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr hat einen Anstieg von Drohnensichtungen in den letzten Jahren registriert.
- Das Meldeaufkommen für Drohnensichtungen im Zusammenhang mit der Bundeswehr hat sich seit Beginn von Russlands Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 deutlich erhöht und stabilisiert.
- In den letzten Jahren wurden mehrere hundert vermutete Drohnenüberflüge im Bundeswehr-Gebiet gemeldet.
Quelle: Bild.de (Deutsch)
