Die EU hat neue Regelungen eingeführt, die es ukrainischen Männern im wehrpflichtigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren schwerer macht, in EU-Staaten Schutz zu erhalten. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die EU gebeten, die Flucht vor dem Kriegsdienst nicht zu erleichtern. Deutschland und andere EU-Länder wenden auf diese Männer nun keine vereinfachten Aufnahmeverfahren mehr an. Die Betroffenen sehen sich daher mobilen Rekrutierungsteams und Zwangsverpflichtung in der Ukraine ausgesetzt, die teilweise zu Gewalt und Todesfällen führt.
Die Maßnahme soll Ukraines kritischen Mangel an Soldaten adressieren. Das Land sucht über zwei Millionen Wehrflüchtige, während sich die Kriegsverluste verschärfen. Das Center for Strategic and International Studies schätzt, dass die Gesamtverluste des Krieges bereits zwei Millionen überschritten haben. Fast 4,4 Millionen Menschen aus der Ukraine haben bislang Schutz in der Europäischen Union gefunden.
Kernpunkte:
- Fast 4,4 Millionen Menschen aus der Ukraine haben in der Europäischen Union Schutz gefunden.
- Es wird schwerer für ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren, sich dem Kriegseinsatz gegen Russland zu entziehen.
- Die Ukraine fehlen zwei Millionen Soldaten.
Quelle: WirtschaftsWoche (Deutsch)
