Bundesaußenminister Johann Wadephul besuchte Kiew und beschuldigte Russland des „wahllosen Mordes an Zivilisten" durch anhaltende Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Während seines Treffens mit Präsident Wolodymyr Selenskyj ertönten Luftalarmschirenen. Wadephul sagte der Ukraine 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu, davon 40 Millionen für UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen in Frontgebieten sowie 10 Millionen für einen NATO-Fonds zur Finanzierung von Energieversorgung und Drohnenabwehr.
Wadephul kündigte an, mit US-Außenminister Marco Rubio über zusätzliche Luftverteidigungssysteme zu beraten. Der ukrainische Chefdiplomat Andrij Sybiha forderte verstärkte diplomatische Bemühungen der USA. Beide Minister erörterten zudem neue Sanktionen gegen Russland, um dessen Produktion ballistischer Raketen einzuschränken. Wadephul begrüßte den Vorschlag der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, weitere Sanktionen vorzubereiten.
Kernpunkte:
- Bundesaußenminister Johann Wadephul besuchte Kiew und warf Moskau „wahllosen Mord an Zivilisten" vor.
- Er sagte der Ukraine bei seinem Besuch am Samstag weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu.
- Mit US-Außenminister Marco Rubio wollte er zudem über zusätzliche Luftverteidigung für die Ukraine beraten.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
