Der frühere estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves zweifelt daran, dass CIA-Chef John Ratcliffes jüngste Reise nach Moskau primär dem Zweck diente, Russland vor Aggressionen im Baltikum zu warnen. Ilves vermutet stattdessen, dass die eigentliche US-Sorge darin besteht, dass Russland Zielinformationen an den Iran weitergibt. Er hält Berichte über eine wachsende militärische Bedrohung der baltischen Staaten für „Propaganda" und argumentiert, dass Russland wenig strategischen Grund habe, eine direkte Konfrontation mit der NATO zu riskieren, solange es im Ukraine-Krieg gebunden ist.
Estlands Außenminister Margus Tsahkna bestätigte, dass sich die Bedrohungsanalyse des Landes nicht geändert hat. Ilves vermutet, dass die Erzählung über Ratcliffes Baltikum-bezogene Mission möglicherweise eine erfundene Geschichte ist, um von der eigentlichen Iran-Problematik abzulenken.
Kernpunkte:
- Der frühere estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves zweifelt daran, dass CIA-Chef John Ratcliffes Besuch in Moskau hauptsächlich dazu diente, Russland vor Aggressionen im Baltikum zu warnen.
- Ilves glaubt, dass das eigentliche Problem für die USA darin besteht, dass Russland Zielinformationen an den Iran weitergibt.
- US-Medien berichteten, dass Ratcliffe entsandt wurde, um Moskau vor Angriffen auf NATO-Mitglieder zu warnen.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
