USA und NATO verstärken Präsenz in Europa gegen russische Eskalation

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Die USA und die NATO intensivieren ihre militärische Präsenz in Europa als Reaktion auf Russlands verstärkten Schattenkrieg gegen Ukraine-Unterstützer. Gemeinsame Manöver in Deutschland, Polen und Litauen sowie F-16-Einsätze über Deutschland sollen Moskau von einer weiteren Eskalation abhalten. Ein großes Manöver rund um Kaliningrad signalisiert der NATO-Allianz ihre Bereitschaft, notfalls die russische Enklave aus der Luft abzuriegeln.

Der CIA-Direktor John Ratcliffe ist zu mehrstündigen Gesprächen nach Moskau gereist, um den Kreml eindringlich vor Angriffen auf NATO-Mitgliedstaaten zu warnen. Die USA haben ihre Bedrohungsanalyse überarbeitet und halten einen russischen Test der NATO-Bündnisverteidigung für möglich. Russland hat seinen hybriden Krieg gegen Europa seit Jahresbeginn deutlich ausgeweitet, mit Hyperschallraketeneinsätzen, Drohnenangriffen und Sabotagen wie dem fehlgeschlagenen Angriff auf ein Transportflugzeug in Leipzig, hinter dem mutmaßlich der russische Militärgeheimdienst GRU steckt.

Die NATO hat ihre Präsenz entlang der Nordostflanke massiv ausgebaut: In den baltischen Staaten stehen nun je eine Brigade bereit, Polen verstärkt seine Grenzen mit Panzersperren. Trotz erheblicher Verluste im Ukraine-Krieg bleibt die russische Kampfkraft beachtlich; die Luft- und Seestreitkräfte sind intakt und möglicherweise sogar leistungsfähiger als vor der Großinvasion.

Kernpunkte:

  • Russland hat seinen Schattenkrieg gegen die Unterstützer der Ukraine seit Anfang Jahr intensiviert.
  • Das westliche Militärbündnis (NATO) reagiert mit einem Manöver rund um Kaliningrad.
  • Litauische Artilleristen trainieren in Deutschland den Einsatz des amerikanischen Himars-Raketensystems.

Quelle: NZZ (Deutsch)