CIA-Chef Ratcliffe warnt Moskau heimlich vor Eskalation in der Ukraine

veröffentlicht am

CIA-Direktor John Ratcliffe besuchte am 25. August heimlich Moskau – die erste solche Reise seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Der Kreml bestätigte das Treffen als „Kommunikation über Kanäle der Geheimdienste". Ratcliffe traf sich mit FSB-Chef Alexander Bortnikov und dem Auslandsgeheimdienst-Direktor Sergei Naryshkin, mit denen er mehrere Themen erörterte, die in den Zuständigkeitsbereich der Geheimdienste fallen.

Die genaue Zielsetzung der Visite bleibt offiziell ungeklärt. Nach Darstellungen westlicher Medien warnte Ratcliffe Russland vor Angriffen auf NATO-Staaten wie Estland, Lettland und Litauen, forderte eine Reduktion der militärischen und wirtschaftlichen Hilfe für den Iran und drückte eine düstere Bewertung von Russlands Lage im Ukraine-Krieg aus. Zudem soll Ratcliffe Moskau aufgefordert haben, Friedensgespräche zu eröffnen. Die zentrale Botschaft lautete nach diesen Berichten, dass die USA trotz des Konflikts mit dem Iran nicht handlungsunfähig sind und dass eine massive Eskalation in der Ukraine Präsident Donald Trump nur näher an Wolodymyr Zelenskyy bringen würde.

Kernpunkte:

  • CIA-Direktor John Ratcliffe reiste am 25. August nach Moskau.
  • Der Besuch war nicht im Voraus angekündigt und fand unter strengster Geheimhaltung statt.
  • Kremlin-Sprecher Dmitry Peskov sagte, die Reise sei eine Angelegenheit der "Kommunikation über Kanäle der Geheimdienste".

Quelle: Meduza (Englisch)