Eine Umfrage des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Dezim) zeigt, dass sich Wähler mit Migrationshintergrund zunehmend von etablierten deutschen Parteien distanzieren, besonders von Union, SPD und Linken. Unter Wählern mit Wurzeln in der Türkei, dem Nahost, Nordafrika, Afghanistan oder Pakistan sinkt der Zuspruch für diese Parteien deutlich.
In der politischen Debatte werden mehrere nationale Themen diskutiert: Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert in einem Sommerinterview frühere Regierungsentscheidungen unter Angela Merkel zur Migration und Energiepolitik und kündigt eine baldige Reaktion auf Russlands hybride Bedrohungen an. Merz will zudem Rüstungsprojekte zur Modernisierung der Bundeswehr kosteneffizienter gestalten. Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenminister Cem Özdemir fordern ein Verbot des "völkischen Teils der AfD". Auch Rentenpläne, Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Islands Entscheidung gegen EU-Beitrittsgespräche sind Gegenstand der Diskussionen.
Kernpunkte:
- Wähler mit Migrationshintergrund wenden sich zunehmend von Parteien ab
- Union, SPD und Linke verlieren an Zuspruch unter Wählern mit Wurzeln in der Türkei, Nahost, Nordafrika, Afghanistan oder Pakistan
- Siemtje Möller fordert Sanktionen gegen die russische Schattenflotte
Quelle: FAZ (Deutsch)
