Außenminister Sergej Lawrow beschuldigt die NATO, die Arktis zu militarisieren und internationale Spannungsherde zu schaffen, und bezeichnet das Bündnis als „unmittelbare Gefahr" für den Kreml. Die NATO hingegen behauptet, ihre verstärkte Präsenz in der Region sei rein defensiv und eine Reaktion auf wachsenden russischen und chinesischen Einfluss.
Moskau hat sowjetische Basen in der Arktis reaktiviert, ein neues Regionalkommando gegründet und neue Einrichtungen errichtet, darunter Stationen für seine schwer zu erkennende atomar bestückte U-Boot-Flotte. Der Klimawandel eröffnet neue Routen für militärischen und zivilen Verkehr in der Region.
Die NATO verstärkt ihre Präsenz durch zahlreiche Maßnahmen: Sie startete im Februar die Initiative Arctic Sentry, kündigte an, Hunderte Soldaten aus verschiedenen NATO-Staaten nach Finnland und Schweden zu entsenden, und eröffnete im Oktober 2025 ein neues Zentrum in Bodø, Norwegen, zur Koordination von Luftoperationen. Zehntausende Soldaten nahmen an Winterübungen in Norwegen und Finnland teil, und die USA führten kürzlich die Manöver Northern Viking in Island durch. Die NATO intensiviert regelmäßig Militärmanöver in der Arktis, um Soldaten für Operationen in extremer Kälte auszubilden.
Kernpunkte:
- Sergej Lawrow beschuldigt die NATO der Militarisierung der Arktis.
- Sergej Lawrow beschuldigt die NATO, Spannungsherde internationaler Konflikte zu schaffen.
- Sergej Lawrow beschuldigt die NATO, eine „unmittelbare Gefahr" für den Kreml darzustellen.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
