Russlands Finanzminister Anton Siluanow nahm erstmals persönlich seit Beginn des Ukrainekriegs an einem Treffen der G20-Finanzminister in Asheville teil. Das Ereignis markiert Russlands schrittweise Rückkehr zu internationalen Foren, auch im Sport und in der Kultur. Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil kritisierte die Einladung als Normalisierungsversuch, lehnte ein gemeinsames Foto ab, erkannte aber die Bedeutung von Dialog an. US-Finanzminister Scott Bessent machte Siluanow deutlich, dass es keine wirtschaftliche Erleichterung für Russland geben werde, solange der Krieg andauert.
Begleitend zu dieser diplomatischen Entwicklung hob das Internationale Olympische Komitee die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees vorläufig auf, nachdem es zuvor deren Ausschluss empfohlen hatte. Gleichzeitig kehren russische Filme und Künstler zu internationalen Festivals zurück, darunter Russland zur diesjährigen Biennale in Venedig. Präsident Donald Trump signalisierte seine Bereitschaft, Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami einzuladen.
Kernpunkte:
- Anton Siluanow nahm an einem G20-Finanzminister-Treffen in Asheville, USA, erstmals persönlich seit Beginn des Ukrainekriegs teil.
- Die Europäer reagierten empört auf Siluanows Anwesenheit.
- Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil wollte kein gemeinsames Foto mit Siluanow.
Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)
