Deutschland verhängt Strafmaßnahmen gegen Russland nach Drohnenangriff in Leipzig

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Deutschland macht Russland für einen gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig verantwortlich und kündigt Gegenmaßnahmen an. Außenminister Wadephul und Innenminister Alexander Dobrindt begründeten die Schritte mit Ermittlungen der Polizei und Geheimdiensterkenntnissen. Konkret werden das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen, der Mietvertrag für das Russische Haus in Berlin beendet und die Einreisekontrollen für russische Bürger verschärft. Deutschland plant zudem neue EU-Sanktionen gegen russische Personen und will Druck auf Russlands "Schattenflotte" erhöhen.

Russland weist die Vorwürfe zurück. Präsident Wladimir Putin beschuldigte Deutschland, Beweise zu fabrizieren und die Anschuldigungen zur Ablenkung von innenpolitischen Problemen und Kanzler Friedrich Merz' sinkenden Umfragewerten zu nutzen. Kremlin-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Deutschland habe keine Belege für seine Vorwürfe erbracht und kündigte eine "symmetrische" russische Reaktion an.

Die EU-Kommission, NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Schweden, Estlands Ministerpräsidentin Kristen Michal und die Ukraine drückten ihre Solidarität mit Deutschland aus.

Kernpunkte:

  • Deutschland schließt das russische Generalkonsulat in Bonn.
  • Die russische Botschaft in Berlin bleibt Russlands einzige diplomatische Vertretung in Deutschland.
  • Deutschland beendet den Mietvertrag für das Russische Haus als Kulturinstitut in Berlin.

Quelle: ORF News (Deutsch)