Deutschland hat Russland formal beschuldigt, einen Anschlag mit einer Sprengdrohne auf ein ukrainisches Frachtflugzeug auf dem Flughafen Leipzig/Halle dirigiert zu haben. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul erklärten, dass der russische Staat offenbar die Ausrüstung und das technische Know-how bereitgestellt habe. Der Zünder des Geräts versagte, was Beamten zufolge eine Katastrophe hätte verursachen können. Parallel untersuchen die Behörden einen Sabotageakt gegen einen kritischen Stromverteilknoten in Brandenburg, bei dem speziell präparierte Brandsätze und Raketen mit leitendem Material verwendet wurden. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann berichtete, dass Raketen in Hochspannungsleitungen einschlugen und zwei Kurzschlüsse verursachten. Der Stromausfall war kurzzeitig, alle Leitungen sind wieder in Betrieb. Die Behörden schreiben den Brandenburg-Anschlag derzeit nicht Russland zu, schließen aber eine Beteiligung einer fremden Macht nicht aus. Deutschland reagiert mit Schließung des russischen Konsulats in Bonn, Schließung des Russischen Hauses in Berlin, zusätzlichen Sanktionen und verschärften Grenzkontrollen für russische Staatsangehörige. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass Berlin klare Beweise für russische Beteiligung präsentiert habe. Russlands Außenamtssprecherin Maria Zakharova kündigte Gegenmaßnahmen an.
Kernpunkte:
- Deutschland hat Russland formal beschuldigt, einen Anschlag mit einer Sprengdrohne auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle dirigiert zu haben.
- Die Behörden untersuchen separat einen sophistizierten Sabotageakt gegen einen kritischen Stromverteilknoten in Brandenburg.
- Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul sagten Dienstag, dass der russische Staat offenbar die Ausrüstung und das technische Know-how für die Leipziger Operation bereitgestellt habe.
Quelle: TWZ (Englisch)
