Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor zunehmenden Drohnenaktivitäten im russischen Luftraum, eine Aussage, die Russlands Präsident Wladimir Putin als "Staatsterrorismus" verurteilte. Putin kritisierte auch Deutschlands angekündigte Sanktionen und die Schließung russischer Botschaften nach einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle, den Deutschland Russland zurechnet. Putin behauptete, russische Truppen machten Fortschritte in der Ukraine, doch ukrainische und westliche Beobachter widersprachen und erklärten, der russische Vormarsch habe sich verlangsamt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützte neue EU-Sanktionen gegen Russland und erklärte sich "bedingungslos solidarisch mit Deutschland". Die deutsche Regierung hält Russland für verantwortlich für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne. Die deutsche Marine testete erfolgreich eine israelische Langstreckenrakete vom Typ Lora als Teil ihrer Abschreckungsstrategie. Verteidigungspolitiker Jan Christian Kaack bezeichnete den Test als Beginn eines "neuen Kapitels" in der Abschreckungsbereitschaft.
Kernpunkte:
- Wolodymyr Selenskyj warnte Fluggesellschaften, Versicherer und Passagiere vor zunehmenden Gefahren im russischen Luftraum durch Drohnen.
- Wladimir Putin betrachtete Selenskyjs Aussage als Ankündigung von "Staatsterrorismus" und erklärte, nicht mit "Terroristen" zu verhandeln.
- Wladimir Putin behauptete, russische Truppen machten Fortschritte in der Ukraine, besonders in Donezk und in den Regionen Saporischschja, Sumy und Charkiw.
Quelle: MDR (Deutsch)
