Deutschland wirft Russland einen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle am 4. August vor und kündigte Gegenmaßnahmen an, darunter die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Beendigung des Vertrags für das Russische Haus in Berlin. Regierungsvertreter wie Alexander Dobrindt und Johann Wadephul bestätigten, dass die Drohne Methoden und Komponenten aus anderen russischen Hybridoperationen nutzte und kündigten neue EU-Sanktionen sowie verschärfte Einreisekontrollen für russische Bürger an.
Wladimir Putin bezeichnete Deutschlands Reaktion als „schweren Fehler" und behauptete, die Beweise seien gefälscht und politisch motiviert. Der russische Botschafter Sergej Netschajew nannte die Vorwürfe „absurd" und warnte vor einer „beispiellosen Eskalation" in den deutsch-russischen Beziehungen. Das Außenministerium kündigte Vergeltungsmaßnahmen an.
International erhielt Deutschland Unterstützung: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, NATO-Generalsekretär Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drückten Solidarität aus. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev begrüßte Deutschlands „entschlossene Reaktion". Hingegen kritisierte Sahra Wagenknecht die Maßnahmen als gefährliche Eskalation, die zu Krieg führen könnte. Parallel wurden Sprengvorrichtungen an einer Umspannanlage in Brandenburg gefunden.
Kernpunkte:
- Wladimir Putin bezeichnete deutsche Strafmaßnahmen gegen Russland als „schweren Fehler" nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle.
- Putin behauptete, die Beweise für den Drohnenanschlag seien „gefälscht" und die Reaktion der Bundesregierung politisch motiviert.
- Bundesregierung vertreter Alexander Dobrindt und Johann Wadephul machten Russland für den Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich.
Quelle: FAZ (Deutsch)
