Deutschland untersucht Brandanschläge und vermutete russische Drohnenattacken auf Infrastruktur

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Die bayerische Polizei ermittelt nach Brandsätzen auf einer Baustelle in München gegen einen mutmaßlichen Anschlagsversuch auf ein Rüstungsunternehmen. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Parallel untersuchen deutsche Behörden einen vermuteten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle, den Deutschland Russland zuordnet. Innenminister Herbert Reul warnt, dass Deutschlands Infrastruktur "unglaublich leicht angreifbar" sei und fordert besseren Schutz kritischer Anlagen.

Kanzler Friedrich Merz drängte darauf, Russland schnell als Urheber des Leipzig-Anschlags zu benennen, während Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul anfangs dagegen waren. Als Reaktion kündigte Außenminister Sergej Lawrow die Schließung von Goethe-Instituten in Russland an. Deutschland plant Gegenmittel und Russland kündigte eine "harte Antwort" an und weist Vorwürfe ab.

Ermittler prüfen Verbindungen zwischen dem Drohnenvorfall und Vorfällen in Polen und Serbien. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält Deutschlands Maßnahmen für unzureichend. In Bad Kreuznach wurden neun Menschen bei einem Angriff auf einen AfD-Stand verletzt. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte deutsche Sanktionen gegen Russland und bot Drohnenabwehrhilfe an.

Kernpunkte:

  • Das Bayerische Landeskriminalamt vermutet einen Anschlagsversuch gegen ein Rüstungsunternehmen nach einem Brandanschlag auf eine Baustelle in München.
  • Eine 28-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann mit bulgarischer Staatsbürgerschaft wurden in Verbindung mit dem Münchner Anschlag festgenommen.
  • Die Baustelle in München liegt Berichten zufolge vor dem Firmensitz der Technologiegruppe Rohde & Schwarz, die sichere Kommunikationssysteme für das Militär herstellt.

Quelle: FAZ (Deutsch)