Deutschland hat Russland für einen Drohnenanschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Monat verantwortlich gemacht und kündigte neue Maßnahmen gegen Moskau an. Bei dem Vorfall wurden drei russische Drohnen in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge und NATO-Militärgüter gefunden. Kanzler Friedrich Merz warnte, dass diejenigen, die Deutschland angreifen, "einen Preis bezahlen" würden. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass das Bündnis "in voller Solidarität mit Deutschland" steht.
Als Reaktion kündigte Außenminister Johann Wadephul die Schließung des russischen Konsulats in Bonn, die Beendigung eines Vertrags für das Russische Haus für Wissenschaft und Kultur in Berlin sowie verschärfte Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige an. Wadephul berief Russlands Botschafter in Deutschland, Sergei Nechayev, ein. Die Bundesregierung erhöhte ihre Bedrohungsstufe auf "hoch" und erhält Solidarität von der NATO und der Europäischen Union.
Kernpunkte:
- Deutschland wirft Russland die Verantwortung für einen Drohnenanschlag auf dem Flughafen Leipzig vor.
- Deutschland kündigte neue Maßnahmen gegen Moskau an.
- Deutschland ist täglich Ziel von Hybridangriffen.
Quelle: UPI (Englisch)
