Zwei mutmaßliche Täter des Drohnenanschlags auf Leipziger Flughafen identifiziert

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Zwei Männer werden für einen vereitelten Drohnen- und Sprengstoffanschlag auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht: ein in Russland geborener Mann mit lettischem Pass und ein Mann aus Belarus mit russischem Pass. Der Russe soll als Logistiker und Ausbilder fungiert haben und Verbindungen zu russischen Geheimdiensten haben. DNA-Spuren führten zu dem Verdächtigen aus Belarus, der mit einem in Minsk ausgestellten italienischen Touristenvisum eingereist war.

Deutschland kündigte Gegenmaßnahmen an, darunter die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Beendigung des Mietvertrags für das Russische Haus in Berlin. Außenminister Johann Wadephul erklärte, die Maßnahmen sollten es Russland erschweren, weitere Hybrid-Operationen durchzuführen. Die EU bereitet umfangreiche neue Sanktionen gegen 1.600 zusätzliche Personen und Unternehmen des russischen Militärisch-Industriellen Komplexes vor. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte, ein erfolgreicher Anschlag hätte enormen Schaden angerichtet und Menschenleben gekostet.

Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete Berlins Maßnahmen als "schweren Fehler" und sprach von gefälschten Beweisen. Das Außenministerium kündigte Gegenmaßnahmen an. Wadephul wies Putins Vorwürfe scharf zurück. Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ordnete an, Russlands Botschafter in Wien vorzuladen.

Kernpunkte:

  • Zwei Männer, ein in Russland geborener Mann mit lettischem Pass und ein Mann aus Belarus mit russischem Pass, werden für den Anschlagsversuch Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle verdächtigt.
  • Der in Russland geborene Mann soll als Logistiker und Ausbilder für den geplanten Anschlag fungiert haben und angebliche Verbindungen zu russischen Geheimdiensten haben.
  • DNA-Spuren am Tatort führten zu dem zweiten Verdächtigen aus Belarus.

Quelle: ORF News (Deutsch)