UN-Experte Deva kritisiert wachsende Ungleichheit in Deutschland

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Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Entwicklung, Surya Deva, hat wachsende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland kritisiert. Er prangert an, dass seit 2010 Einkommens- und Vermögensungleichheit zugenommen haben und besonders Frauen, Migranten, Kinder, Menschen mit Behinderungen sowie Bewohner Ostdeutschlands und des Ruhrgebiets betroffen sind. Deva fordert die Bundesregierung auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, unter anderem durch mehr Finanzierung für bezahlbare Kinderbetreuung, Frauenschutzhäuser und die Erneuerung veralteter Infrastruktur, sowie durch höhere Erbschaftssteuern.

Der Bericht würdigt einen Sonderfonds von 500 Milliarden Euro, kritisiert aber den geschlechtsspezifischen Lohnunterschied von durchschnittlich 16 Prozent zugunsten von Männern. Deva warnt zudem, dass Kürzungen der Entwicklungshilfe Armut, Hunger, Ungleichheit, Klimawandel und Instabilität in vielen Regionen der Welt verschärfen werden. Er kritisiert auch, dass viele deutsche Unternehmen intensiv daran arbeiten, verbindliche Menschenrechts-Sorgfaltspflichten auf nationaler und EU-Ebene zu schwächen.

Kernpunkte:

  • Ein UN-Experte sieht Ungleichheiten in Deutschland und fordert mehr Anstrengungen der Bundesregierung, um diese zu bekämpfen.
  • Surya Deva, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Entwicklung, prangert sozioökonomische Ungleichheiten in seinem Bericht an.
  • Wirtschaftliche Ungleichheit ist ein großes Problem in Deutschland.

Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)