Die Bundeswehr warnt vor Russlands Satellitenproject "Rassvet", das als Alternative zu Starlink dienen soll, nachdem Wladimir Putin das Netzwerk nach der Blockade durch Elon Musk 2022 entwickeln ließ. Eine vertrauliche Analyse der Bundeswehr zeigt, dass Russland mit dem Projekt "Rassvet-3" mit 288 Satelliten bis Ende 2027 nur "bedingte Einsatzbereitschaft" erreichen wird und die Leistung von Starlink nicht erreichen kann.
Die größte Gefahr liegt laut Bundeswehr in der ausschließlich militärischen Nutzung von Rassvet, die russischen Streitkräften eine eigene Fähigkeit zur Echtzeitkontrolle unbemannter Systeme geben würde. Dies könnte es dem russischen Militär ermöglichen, Bodenveränderungen sofort zu erkennen und flexibel zu reagieren, was die Zielgenauigkeit erhöht und Angriffe auf mobile Ziele verbessert.
Russland sieht sich beim Ausbau mit erheblichen Hürden konfrontiert, darunter begrenzte Satellitenproduktionskapazität und Verfügbarkeit von Trägersystemen. Über 30 Rassvet-3-Satelliten sind bereits im Weltall, aber mehrere sind abgestürzt oder ausgefallen. Die Ukraine plant Gegenmaßnahmen und griff Mitte August ein russisches Raketenzentrum an, das Startfahrzeuge für Rassvet-Satelliten herstellt.
Kernpunkte:
- Bundeswehr warnt vor Russlands "Rassvet"-Projekt, zweifelt aber an seinem zeitlichen Erfolg aus militärischer Perspektive.
- Wladimir Putin gab an, dass Russland 2023 erste Satelliten mit ähnlichen Aufgaben startete.
- Eine vertrauliche Bundeswehr-Analyse deutet darauf hin, dass "Rassvet-3" mit 288 Satelliten bis Ende 2027 wahrscheinlich nur "bedingte Einsatzbereitschaft" erreicht.
Quelle: tagesschau — Alle Meldungen (Deutsch)
