Bei der Verlegung von Hunderten von Migranten in ein neues Aufnahmezentrum im Hafen von Ceuta kam es zu tumultartigen Szenen. Sicherheitskräfte begleiteten große Menschenmengen aus provisorischen Lagern an den Stränden von Trampolín und Benítez etwa zwei Kilometer zum Hafen. Teile der Gruppe begannen zu laufen und später zu rennen, um sich schnell einen Platz in der neuen Einrichtung zu sichern, worauf die Polizei mit zusätzlichen Einsatzkräften eingreifen musste.
Das neue Zentrum bietet Platz für etwa 1.800 Menschen und ist bereits das fünfte provisorische Aufnahmenlager in Ceuta. Es soll die Stadt entlasten und eine bessere Registrierung sowie Betreuung der Migranten ermöglichen. Dies ist Teil der Bemühungen der Zentralregierung in Madrid, die Folgen der Migrationskrise zu bewältigen, nachdem Ende Juli etwa 80.000 Migranten aus Marokko eintrafen. Zwar kehrten die meisten nach Marokko zurück, doch Tausende verbleiben in der Enklave. Der Oberste Gerichtshof in Madrid lehnte einen Antrag der Polizeigewerkschaft SUP auf Aussetzung der Nutzung ab, die Bedenken zur Zeltbebauung in einem kritischen Infrastrukturbereich hatte.
Kernpunkte:
- Tumultartige Szenen ereigneten sich bei der Verlegung von Hunderten von Migranten in ein neues Aufnahmezentrum im Hafen von Ceuta.
- Die Menschen wurden von der Polizei zu Fuß etwa zwei Kilometer zum Hafen begleitet.
- Sicherheitskräfte begleiteten eine große Menschenmenge aus den provisorischen Lagern an den Stränden Trampolín und Benítez zum Hafen.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
