Kreml-Beamte und Mitarbeiter russischer Einberufungsämter fordern Angehörige auf, Russland zu verlassen, und versuchen, Vermögenswerte ins Ausland zu transferieren. Sie bereiten sich damit offenbar auf eine neue Massenmobilisierung vor, die bis Ende 2026 bis zu 300.000 weitere Soldaten bringen könnte. Der Kreml bestreitet solche Pläne, doch die Vorbereitungen deuten auf Ernstfall hin.
Russland benötigt neue Soldaten, weil an der Front die Fortschritte stagnieren und die Ukrainer russische Angriffe an mehreren Positionen stoppen oder zurückdrängen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Freiwilligen: Nach Berechnungen des Russland-Experten Janis Kluge wurden von Januar bis August etwa 234.000 neue Freiwillige angeworben, etwa 26.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Russische Militärkommandeure drängen Putin laut dem Institute for the Study of War zu einer massiven Mobilisierung, eine endgültige Entscheidung Putins steht aber noch aus.
Russland hat ein digitales System etabliert, das Einberufungsbescheide elektronisch verschickt und Männer sanktioniert, die nicht erscheinen – Einberufungen können sogar per SMS erfolgen.
Kernpunkte:
- Kreml-Beamte und Mitarbeiter russischer Einberufungsämter sollen ihre Angehörigen auffordern, Russland zu verlassen.
- Gleichzeitig suchen sie nach Möglichkeiten, ausländische Bankkonten zu eröffnen und Vermögenswerte ins Ausland zu transferieren.
- Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Dokumente, die der Nachrichtenagentur vorliegen.
Quelle: Bild.de (Deutsch)
