Präsident Putin steht vor einer schwierigen Entscheidung über eine neue Militärmobilisierung. Die russische Armee leidet unter schwerem Personalmangel und erleidet Schätzungen zufolge etwa 30.000 Verluste monatlich. Eine neue Mobilisierung könnte notwendig sein, um die laufenden Kampfoperationen aufrechtzuerhalten, aber sie würde wohl zu massiven Protesten in Russlands Großstädten führen, da Kriegsmüdigkeit wächst und die Bereitschaft zu Freiwilligenmeldungen nachlässt.
Obwohl Putins Partei "Vereinigtes Russland" bei der jüngsten Parlamentswahl 355 von 450 Sitzen gewann und die Kremlkontrolle festigt, verschärft sich die Personalknappheit weiter. Moskau versucht, den Mangel durch hohe Zahlungen an Freiwillige auszugleichen, doch diese Ressourcen reichen nicht aus. Eine weitere Mobilisierung wie die "Teilmobilisierung" von September 2022 würde das Risiko großer öffentlicher Unzufriedenheit bergen und könnte zur Massenflucht von Bürgern ins Ausland führen.
Kernpunkte:
- Eine neue Mobilisierung könnte Proteste in Russlands Großstädten auslösen.
- Russische Truppen benötigen neue Soldaten.
- Putins Partei "Vereinigtes Russland" gewann 355 von 450 Sitzen bei der Parlamentswahl.
Quelle: Charter97 (Englisch)
