Deutscher Katastrophen-Helfer Serkan Eren im Iran zu zehn Jahren Haft verurteilt

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Der deutsche Hilfsarbeiter Serkan Eren, Gründer der Organisation Stelp, wurde von einem iranischen Gericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht begründete das Urteil mit angeblichen Kontakten zwischen Eren und einem dem Iran feindlich gesinnten Staat. Eren, der in Stuttgart geboren wurde und einen türkischen Pass hält, war im Juni 2025 über die türkisch-iranische Grenze in den Iran eingereist, um eine Hilfsmission durchzuführen. Der Kontakt zu ihm brach Ende Juni 2025 ab, und Stelp bestätigte seine Inhaftierung in einem iranischen Gefängnis im September 2025.

Rapper Kool Savas sowie der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrandt und Musiker Max Herre haben ihre Bestürzung ausgedrückt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir und Landtagspräsident Thomas Strobl gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der Özdemir sich für Erens sofortige Freilassung einsetzt. Das Auswärtige Amt in Berlin verhielt sich offiziell zurückhaltend.

Stelp, 2016 in Stuttgart gegründet, leistet Hilfe in Kriegsgebieten wie Jemen und der Ukraine und wird durch Spenden finanziert. Eren erhielt 2023 das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Einsätze in Kriegs- und Katastrophengebieten. Sein Fall reiht sich in eine Serie von Verhaftungen von Dual Nationals durch iranische Behörden ein, darunter die Fälle von Jamshid Sharmahd, der 2020 entführt und 2024 hingerichtet wurde, und Nazanin Zaghari-Ratcliffe, die 2016 verhaftet und 2022 freigelassen wurde.

Kernpunkte:

  • Der Rapper Kool Savas drückte auf Instagram Unterstützung für Serkan Eren aus.
  • Serkan Eren, Gründer von Stelp, wurde von einem iranischen Gericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Das iranische Gericht begründete das Urteil mit angeblichen Kontakten zwischen Eren und einem dem Iran feindlichen Staat.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)