Tausende Schüler sind bundesweit gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und neue Musterungen auf die Straße gegangen. Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht" meldete über 45.000 teilnehmende Schüler in etwa 100 Städten. Die Proteste richten sich gegen ein neues Wehrdienstgesetz, das seit Januar in Kraft ist und mehr junge Menschen für die Bundeswehr gewinnen soll.
Bela Breitner von der Protestinitiative warnte, dass die Bundesregierung die schrittliche Einführung der Wehrpflicht ernst verfolgt, während Befragungen zeigen, dass junge Menschen nicht zur Bundeswehr gehen möchten. Das Gesetz sieht verpflichtende Musterungen für Männer ab Jahrgang 2008 vor und zielt darauf ab, die Personalstärke der Bundeswehr bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 Soldaten zu erhöhen. Die Polizei meldete regionale Teilnehmerzahlen: 2.400 in Berlin-Wedding, 700 in München, 400 in Nürnberg, 200 in Stuttgart und 180 in Frankfurt.
Kernpunkte:
- Das Wehrdienstgesetz trat Anfang des Jahres in Kraft.
- Die Regierung möchte mehr junge Menschen für die Bundeswehr gewinnen.
- Tausende junge Menschen protestierten bundesweit gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und die neuen Musterungen.
Quelle: tagesschau — Alle Meldungen (Deutsch)
