Ukraine warnt davor, dass Russland nach den Parlamentswahlen, die die herrschende Partei Einiges Russland unter Präsident Wladimir Putin gewonnen hat, eine neue Mobilisierungskampagne starten könnte. Der Kreml verschiebt seine Rekrutierungstaktik und setzt weniger auf freiwillige Verträge, sondern mehr auf Druck und neue Rekrutierungspools wie Reservisten, Migranten und Studenten. Die Verluste Russlands überstiegen erstmals im Dezember 2025 die Zahl neu geworbener Vertragssoldaten, ein Trend, der sich 2026 fortsetzte: Laut Kommandeur der Drohnenstreitkräfte Robert Madyar Brovdi betrugen die geschätzten monatlichen Verluste im Januar über 30.600, während nur etwa 22.000 Personen neu rekrutiert oder mobilisiert wurden. Der Geheimdienst plant Mobilisierungen von je etwa 300.000 Menschen in den Jahren 2026 und 2027. Rechtsanwalt Artem Klyga erwartet, dass künftige Mobilisierungen stiller und "kniffliger" ablaufen, mit direktem Druck und gelegentlichen Entführungen von der Straße. Der militärische Analyst Mykola Bielieskov warnt jedoch, dass allein mehr Truppen Russlands größere Dilemmata auf dem modernen Schlachtfeld mit Drohnen-Technologie nicht lösen werden.
Kernpunkte:
- Ukraine warnt basierend auf Geheimdienstberichten, dass Russland nach den Parlamentswahlen eine neue Mobilisierungskampagne starten könnte.
- Die herrschende Partei Einiges Russland, unterstützt durch Präsident Wladimir Putin, hat die Parlamentswahl gewonnen.
- Während der gesamten großen Offensive konnte Russland Fortschritte erzielen, indem es die kleinere ukrainische Armee durch schiere Truppenzahlen überwältigte.
Quelle: Kyiv Independent (YouTube) (Englisch)
