Arbeitskämpfe verschärfen sich in Taiwans Chipindustrie, mit Forderungen nach höheren Löhnen und besserer Gewinnbeteiligung bei Unternehmen wie TSMC und Micron. Die Bewegung folgt einem Präzedenzfall bei Samsung in Südkorea, wo Arbeitnehmer eine permanente Bonusgarantie von 50 Prozent des Jahresgehalts und 10,5 Prozent der Betriebsgewinne in Form von Anteilen sicherten. Taiwan produziert 60 Prozent der weltweiten Halbleiter und 90 Prozent der besonders fortgeschrittenen Chips, doch steigende Arbeitskosten gefährden diesen Wettbewerbsvorteil und könnten zu höheren Chippreisen mit inflationären Auswirkungen auf den globalen KI- und IT-Sektor führen.
Die "Silicon Shield" Taiwans, die auf der Bedeutung des Landes für die globale Chipversorgung basiert, wird zusätzlich durch den Bau von Fabriken in den USA und Europa sowie Chinas wachsende Fortschritte in der Chipfertigung gefährdet. TSMC plant Jahresinvestitionen von 52 bis 56 Milliarden Dollar für zwölf geplante Fabriken.
Kernpunkte:
- Der Taiwan-Konflikt ist eines der am meisten unterschätzten Risiken für global vernetzte Unternehmen.
- Arbeitskämpfe nehmen in der ostasiatischen Chipindustrie zu.
- Das durchschnittliche monatliche Gehalt in Taiwan beträgt etwa 49.500 Taiwan-Dollar, ungefähr 1560 US-Dollar.
Quelle: WirtschaftsWoche (Deutsch)
