CDU-Politiker kritisiert Wadephul-Lawrow-Treffen als erfolglos

veröffentlicht am

CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter kritisierte das Treffen zwischen Außenminister Johann Wadephul und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow scharf. Kiesewetter warf dem Gespräch vor, nichts als falsche Hoffnungen und Verwirrung für die deutsche Außenpolitik gebracht zu haben, und zweifelte daran, dass das persönliche Gespräch notwendig war. Er fand es besorgniserregend, welchen Eindruck das Treffen auf Länder zwischen Deutschland und Russland hinterlasse.

Wadephul verteidigte die bilateralen Gespräche, die das erste Treffen auf Außenministerebene zwischen Deutschland und Russland seit Kriegsbeginn waren. Er argumentierte, dass Verhandlungen auch mit Gegnern notwendig sind und wollte damit verhindern, dass Europa den diplomatischen Austausch mit Russland ganz den Amerikanern überlässt. Wadephul informierte Ukraines Außenminister Andrij Sybiha über das Gespräch.

Lawrow zeigte sich wenig beeindruckt und sagte, er habe nichts Neues aus Berlin gehört. Während Kiesewetter das Treffen ablehnte, lobten SPD-Politiker wie Ralf Stegner und Adis Ahmetović es als wichtigen Schritt. Grünen-Chefin Franziska Brantner dankte Wadephul für das Gespräch und interpretierte Lawrows Reaktion als Zeichen, dass Putin kein Interesse an Friedensverhandlungen mit der Ukraine hat.

Kernpunkte:

  • CDU-Politiker Roderich Kiesewetter kritisierte das Treffen zwischen Außenminister Johann Wadephul und Außenminister Sergej Lawrow.
  • Kiesewetter erklärte, das Gespräch habe nichts als falsche Hoffnungen und Verwirrung für die deutsche Außenpolitik gebracht.
  • Kiesewetter zweifelte daran, dass das persönliche Gespräch notwendig war.

Quelle: Kreisbote (Deutsch)