Die Bundeswehr kämpft mit einem massiven IT-Ausfall, der über eine Woche andauert und alle Reservisten betrifft. Bei einem Massendatenimport bei der bundeseigenen IT-Gesellschaft BWI wurden offenbar alle Datensätze nicht gerade einberufener Reservisten gelöscht. Reservisten verloren den Zugang zum Messenger der Bundeswehr und zum eToken-System zur Buchung von Zugtickets.
Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass es sich nicht um einen Cyberangriff handelte und keine Datenabflüsse stattfanden, sondern um betriebliche Gründe. Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter warnte, dass der Vorfall Deutschlands Verteidigungsfähigkeit gefährdet und ein Mangel moderner Strukturen bei Beschaffung und Innovation symptomatisch ist. Reservisten seien für die Aufwuchsfähigkeit der Bundeswehr und den Operationsplan Deutschland besonders bedeutsam, doch es fehle an sicheren Kommunikationsstrukturen.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr hat mit einem massiven IT-Ausfall zu kämpfen.
- Es kam bei der bundeseigenen IT-Gesellschaft BWI zu einer gravierenden Panne.
- Sie betrifft alle Reservisten und dauert bereits seit mehr als einer Woche an.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
