Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, dass Russland Unwilligkeit zu ernsthaften Verhandlungen gezeigt hat. Er bezog sich dabei auf dismissive Äußerungen des russischen Außenministers Sergei Lavrov nach dessen überraschender Begegnung mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul am 26. September bei der UN. Lavrov habe Wadepahuls Positionen als "nichts Neues" bezeichnet.
Merz bekräftigte, dass Deutschland die Ukraine weiterhin militärisch, politisch, finanziell und wirtschaftlich unterstützen wird. Er wiederholte deutsche Forderungen an den Kreml: Russland müsse seine Invasion beenden, Europäer müssten an Verhandlungen beteiligt sein, und die Ukraine müsse einen Weg zur EU-Mitgliedschaft erhalten. Merz betonte zudem, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen werde und selbst massiven Schaden erleiden wird.
Wadephul erklärte, das Treffen mit Lavrov habe dem Zweck gedient, klarzumachen, dass Eskalation inakzeptabel ist und Verhandlungen mit Russland nicht allein den USA überlassen werden dürfen. Während des Gesprächs sprach er auch die Blockade von Getreideexporten im Schwarzen Meer an.
Kernpunkte:
- Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, Russland habe gezeigt, dass es unwillig ist, sich auf ernsthafte Verhandlungen einzulassen
- Die dismissive Antwort des russischen Außenministers Sergei Lavrov auf sein unerwartetes Treffen mit seinem deutschen Kollegen Johann Wadephul
- Wadephul traf Lavrov am 26. September bei der UN
Quelle: Ukrainska Pravda (Englisch)
