Deutschland trainiert Notfallreaktion auf mögliche NATO-Angriffe

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Deutschland führte in Hamburg die Großübung „Red Storm Charlie" durch, um die Einsatzbereitschaft für Notfälle und einen potenziellen Angriff auf NATOs Ostflanke zu testen. Die dreiwöchige Übung mit etwa 1700 Teilnehmern aus Bundeswehr, Polizei und Zivilorganisationen war die größte ihrer Art bislang. Sie ist Teil des geheimen „Operationsplans Deutschland", den Generalinspekteur Carsten Breuer nach Russlands Invasion der Ukraine 2022 in Auftrag gab.

Der Plan bereitet die Bundeswehr auf einen möglichen russischen Angriff auf NATO-Territorium vor und sieht Deutschland als Logistikzentrum für Hunderttausende NATO-Soldaten vor. Innerhalb von sechs Monaten müssten etwa 800.000 Soldaten mit 200.000 Fahrzeugen durch Deutschland verlegen. Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte, dass die Bedrohung aus Moskau zunehmend konkret, ernst und sichtbar werde. Neben Cyberangriffen und Sabotage zählt dazu auch ein Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle im August, den die Bundesregierung Russland zuschreibt.

Aylin Matle wies auf marode Infrastruktur als Schwachpunkt für Deutschlands logistische Rolle hin. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Sicherheit des Plans angesichts politischer Entwicklungen.

Kernpunkte:

  • Die Übung „Red Storm Charlie" sperrte Hamburg teilweise für drei Tage.
  • Bundeswehr, Polizei und Zivilorganisationen überprüften gemeinsam die Einsatzbereitschaft für Notfälle.
  • Das Übungsszenario war eine erhöhte Bedrohung an NATOs Ostflanke.

Quelle: Index.hr (Kroatisch)