Harri Tiido analysiert Russlands eingebettete Einflussaktivitäten und nutzt Finnland als Beispiel dafür, wie Provokationen solche Einflussmöglichkeiten untergraben können. Er argumentiert dafür, die Terminologie von „Hybridkrieg" zu „staatlich gestütztem Terrorismus" zu verändern und Täter subversiver Akte unter Terrorismusvorwürfen anzuklagen. Estlands Geheimdienstchef Kaupo Rosin bezeichnete Russlands Handlungen in westlichen Ländern als staatlich gestützten Terrorismus. Tiido empfiehlt auch entschiedene Maßnahmen gegen Russlands „Schattenflotte" und schlägt vor, dass die EU spezielle Zonen auf See einrichtet. Finland verlor nach Russlands Angriff auf die Ukraine 2022 seine wichtigsten Hebel zur Beeinflussung und musste auf gewöhnliche Maßnahmen wie Cyberangriffe, GPS-Störungen, Migrationswellen und Desinformationskampagnen ausweichen.
Kernpunkte:
- Russland hat jahrelang die strategische Umgebung durch Einbettung manipulativer Einflussnahme auch in scheinbar rechtmäßige Kooperationsformen geprägt.
- Moskau versuchte, langfristige Ziele durch Beeinflussung von Finnlands politischen Entscheidungsträgern zu erreichen.
- In Finnland gab es Entscheidungsträger, die befürchteten, dass die Nichtbeachtung von Russlands Investitionsmöglichkeiten aus Sicherheitsgründen Konkurrenten anderswo in Europa Gewinne bringen würde.
Quelle: ERR News (Englisch)
