Die Luftwaffe wird moderne F-35-Kampfjets für Deutschlands Rolle bei der NATO-Nuklearen Teilhabe erhalten und damit die veraltete Tornado-Flotte ersetzen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat Ende 2022 8,3 Milliarden Euro aus dem Bundeswehr-Sondervermögen für die Beschaffung von 35 Lockheed Martin F-35A Lightning II genehmigt. Die Jets sollen ab 2027 am Standort Tactical Air Wing 33 in Büchel, Rheinland-Pfalz, stationiert werden, während die alten Tornado-Maschinen 2030 außer Dienst gestellt werden.
Gleichzeitig vertiefen Frankreich und Deutschland ihre Verteidigungszusammenarbeit. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron trafen sich in Nörvenich zum Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat, und Deutschland wird in diesem Jahr konventionelle Streitkräfte an einer französischen Nuklearübung beteiligen. Die NATO entwickelt Pläne zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung in Europa als Reaktion auf russische Bedrohungen, wobei die Stationierung zusätzlicher US-amerikanischer Atomwaffen eine Option darstellt, die berücksichtigt wird.
Kernpunkte:
- Die Luftwaffe wird bald moderne Jets für die Nuklearteilhabe erhalten.
- Frankreich und Deutschland streben eine engere Zusammenarbeit an.
- Die NATO arbeitet an Plänen zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung in Europa aufgrund russischer Bedrohungen.
Quelle: Deutscher Bundeswehr Verband (Deutsch)
