Premierminister Andy Burnham erklärte erstmals öffentlich, dass Russland nachweislich in das Brexit-Referendum von 2016 eingegriffen hat. Burnham gab an, dass er nach seinem Amtsantritt im Juli seine Berater befragte und diese bestätigten, dass es tatsächlich Einmischung gab. Er erörterte mit Bundeskanzler Friedrich Merz mögliche Verbindungen zwischen Russland und der deutschen rechtsextremen AfD-Partei und verwies darauf, dass Desinformationen aus Russland auch in die deutsche Politik fließen.
Britische Geheimdienste warnen vor zunehmenden russischen Interferenzen in demokratischen Institutionen. Ein parlamentarischer Geheimdienstausschuss hatte 2016 festgestellt, dass die Regierung die Auswirkungen russischer staatlicher Medien und Troll-Konten auf das EU-Referendum nicht vollständig bewertet hatte.
Kernpunkte:
- Premierminister Andy Burnham sagt, dass es eindeutig ist, dass Russland in Großbritanniens Abstimmung über den Austritt aus der Europäischen Union eingegriffen hat.
- Burnham sagte, dass er nach seinem Amtsantritt im Juli seine Berater fragte, ob Russland in das Referendum von 2016 eingegriffen hatte.
- Burnham sagte, dass es "ja, Einmischung gab".
Quelle: The Malta Independent (Englisch)
