Außenminister Johann Wadephul (CDU) betonte in einer ZDF-Talkshow Deutschlands fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine und warnte vor der russischen Bedrohung. Er argumentierte, dass Deutschland bereits von Russland angegriffen werde, unter anderem durch Vorfälle in Leipzig und Cyberangriffe. Die Bundesregierung unterstütze Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig, und Europa setze stärkere Sanktionen gegen Russland um als die USA. Ohne Europa gebe es keine Lösung des Konflikts.
In der Diskussion mit SPD-Politiker Ralf Stegner, Politikwissenschaftler Peter Neumann, Ukrainistin Mareike Müller und Claudia Wittig, Leiterin der BSW-Fraktion in Sachsen-Anhalt, kam es zu scharfen Auseinandersetzungen. Wittig forderte, Russlands Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen und keine Langstreckenraketen an die Ukraine zu liefern, da Deutschland damit faktisch Partei des Krieges werde. Neumann zufolge sei Selenskyj seit März 2025 zu einer Waffenruhe an der aktuellen Front bereit, Putin stimme aber nicht zu.
Kernpunkte:
- Johann Wadephul glaubt, dass Deutschland bereits von Russland ins Visier genommen wird, wobei er auf Anschläge in Leipzig und Cyberangriffen verweist.
- Wadephul erklärt, dass die deutsche Regierung den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vollständig unterstützt.
- Wadephul argumentiert, dass Europa sich von den USA unterscheidet, indem es strengere Sanktionen gegen Russland verhängt.
Quelle: Welt (Deutsch)
