Verdacht auf russischen Auftrag bei Starlink-Brandanschlag in Polen

veröffentlicht am

In Nürtingen wurden zwei Männer, Müslüm T. und Ümit E., festgenommen und verdächtigt, einen Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Wola Krobowska südlich von Warschaus verübt zu haben. Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Verdächtigen der türkisch-kurdischen Organisationsgruppe "Daltons" angehören, deren Anführer Berat Can Gökdemir alias "Can Dalton" Berichten zufolge in Russland lebt. Polens Geheimdienst-Koordinator Tomasz Siemoniak erklärte, dass russische Geheimdienste hinter der Sabotage stecken.

Starlink, das Eigentum von SpaceX ist, liefert lebenswichtige Internetdienste an die ukrainischen Streitkräfte. Die "Daltons" gehören zur "Gen-Z-Mafia" aus der Türkei und operieren international, zunehmend auch in Deutschland. Sinan Selen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, betonte, dass russische Geheimdienste zunehmend Strukturen der organisierten Kriminalität für Anschläge nutzen. NATO-Mitglieder wie Deutschland werfen Russland Hybrid-Kriegsführung und Sabotageakte vor.

Kernpunkte:

  • Zwei Männer, Müslüm T. und Ümit E., wurden in Nürtingen, Deutschland, vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg verhaftet.
  • Die Verdächtigen werden von polnischen Behörden verdächtigt, einen Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Wola Krobowska südlich von Warschau begangen zu haben.
  • Starlink, Eigentum von SpaceX, erbringt lebenswichtige Internetdienste für die ukrainischen Streitkräfte.

Quelle: Tagesschau (Deutsch)