Generalinspekteur Christian Freuding widersprach der Kritik, dass die Bundeswehr veraltete Technologie beschafft, und betonte, dass Modernität heute durch Softwareupdates statt Panzerdicke gemessen wird. Bis 2035 soll die Armee größer, vollständig ausgerüstet und technologisch innovativ sein, mit Schwerpunkt auf digitale Fähigkeiten, unbemannte Systeme und Präzisionsschlagkapazitäten in der Tiefe.
Freuding räumte Verzögerungen bei Beschaffungsprojekten ein und warnte vor wachsenden hybriden Bedrohungen durch Russland. Die Armee müsse sich in fünf Bereichen deutlich verbessern: Luftabwehr, Fernwirkung, elektromagnetische Kriegsführung, Integration unbemannter Systeme und digitale Führungsfähigkeit. Geplant sind unter anderem die Einführung loitender Munition, eines unabhängigen Drohnenregiments mit Reichweite bis 500 Kilometer und mehr sowie 35 Milliarden Euro Investitionen in eigene Weltraumfähigkeiten.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr wird bis 2035 größer, nahezu vollständig ausgerüstet, technologisch innovativ und mit wertschätzender Führungskultur sein.
- Die Panzergrenadierbrigade 37 hat digitale Führung für ihre Rolle als NATO-Speerspitze 2027 erfolgreich erreicht.
- Der Schützenpanzer Marder erfüllt qualitativ noch nicht die Anforderungen für die Forward Land Forces Mission, weshalb Bestellungen neu verteilt wurden.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
