Pentagon drängt baltische NATO-Staaten zu zurückhaltender Rhetorik gegenüber Russland

veröffentlicht am

Pentagon-Vertreter haben bei bilateralen Gesprächen mehrere NATO-Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Rhetorik über die russische Bedrohung zu mäßigen. Die Forderungen gingen unter anderem an Litauen, Lettland und Estland. Auslöser waren öffentliche Äußerungen, die den russischen Präsidenten Putin als "Ratte in der Ecke" bezeichneten; der estnische Premierminister Kristen Michal hatte eine ähnliche Formulierung verwendet.

Der für Verteidigungsfragen zuständige Beamte Elbridge Colby gehörte zu den Vertretern, die die Forderungen übermittelten. Laut Bericht riet das Pentagon davon ab, Russland zu "provozieren", und empfahl der estnischen Delegation, sich in öffentlichen Erklärungen "maßvoll" zu äußern. Die baltischen Staaten, die an Russland grenzen, sorgen sich seit langem wegen der russischen Bedrohung; europäische Staaten werfen Moskau zudem eine Reihe von Sabotageakten vor.

Putin erklärt laut Quelle, Moskau wolle keinen Krieg mit Europa und habe keine Pläne, NATO-Staaten anzugreifen, sei aber auf einen solchen vorbereitet.

Kernpunkte:

  • Pentagon-Vertreter forderten mehrere NATO-Mitgliedstaaten bei bilateralen Gesprächen auf, ihre Rhetorik über die russische Bedrohung zu mäßigen
  • Die Forderungen richteten sich unter anderem an Litauen, Lettland und Estland
  • Elbridge Colby gehörte zu den Beamten, die die Forderungen übermittelten

Quelle: Meduza (Englisch)