Ein neuer US-Geheimdienstbericht warnt, dass Russland unter Präsident Wladimir Putin zwischen Herbst 2026 und 2029 einen „begrenzten" Angriff auf NATO-Territorium durchführen könnte. Moskau könnte dabei Truppeneinsätze oder Hybrid-Taktiken wie Cyberangriffe und Sabotage einsetzen, um Artikel 5 der NATO zu testen und die Allianz auszunutzen – besonders in Erwartung einer möglichen Zögerlichkeit unter Präsident Donald Trump. Der Kreml könnte dabei die Zeit nutzen, bevor NATO-Staaten ihre Streitkräfte ausreichend modernisiert haben.
Der Bericht basiert auf einer geänderten Einschätzung: Bisher nahm die USA an, Putin würde NATO nicht angreifen, solange er in der Ukraine gebunden ist. Dies hat sich durch Kiews jüngste Erfolge bei der Bekämpfung russischer Ziele geändert. Ein großflächiger Angriff gilt als unwahrscheinlich; ein kleinerer, testender Militäreinsatz gegen die baltischen Staaten oder Polen wird für realistischer erachtet.
Russland verstärkt seine Hybrid-Operationen gegen NATO-Länder seit Jahren durch Desinformation, Sabotage und Cyberattacken. Zwischen Herbst 2023 und Anfang 2025 wurden mindestens 13 Seekabel in der Ostsee beschädigt. Deutsche Behörden entdeckten eine Sprengdrohne am Flughafen Leipzig; westliche Geheimdienste verdächtigen Russland, Brandsätze auf Frachtflugzeugen platzieren zu wollen. Moskau wird zudem mit Brandanschlägen auf Immobilien des britischen Premierministers Keir Starmer in Verbindung gebracht.
Kernpunkte:
- Russland greift NATO seit Jahren mit Hybrid-Attacken an, darunter Desinformation und Sabotage-Kampagnen.
- Ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass Russland zwischen Herbst 2026 und 2029 einen „begrenzten" Angriff auf NATO-Territorium durchführen könnte.
- Moskau könnte die 32 NATO-Mitglieder vor ihrer ausreichenden Rüstungsmodernisierung und möglicher Spaltung durch die USA-Haltung gegenüber Europa angreifen.
Quelle: Kreisbote (Deutsch)
