Europäische Länder investieren über 40 Milliarden Euro in die Entwicklung von Fähigkeiten zur Präzisions-Fernbekämpfung, um potenziellen Gegnern wie Russland entgegenzuwirken. Deutschland plant den Kauf von Tomahawk-Marineflugkörpern aus den USA und arbeitet mit Partnern wie Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien und Schweden an der Entwicklung eigenständiger europäischer Systeme. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, dass der Kauf von Tomahawks eine strategische Verteidigungslücke schließt. Allerdings bestehen erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Partnern bezüglich technologischer Ansätze und strategischer Ziele: Frankreich sieht neue Mittelstreckenraketen primär als Abschreckungswaffe und Kriegsinstrument, während Deutschland und Polen diese vor allem als Abschreckung durch Vergeltungsfähigkeit gegen Russland verstehen. Diese Unterschiede erschweren die Schließung kritischer Verteidigungslücken.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr baut ihre Fähigkeiten zur Präzisions-Fernbekämpfung aus.
- Die Bundeswehr stärkt ihre Fähigkeit zur Verteidigung gegen Fernwaffen und Trägersysteme.
- Deutschland und seine europäischen Partner sind bei Tiefschlag-Fähigkeiten nicht gut positioniert.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
