Putin droht mit Vergeltung nach EU-Beschlagnahme von Schattentankern

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Die EU-Marinemission Irini hat im Mittelmeer den sanktionierten Öltanker Toa Payoh aus Putins Schattenflotte abgefangen. Präsident Wladimir Putin kündigte daraufhin Vergeltung gegen "unfreundliche" Länder an und beschuldigte den Westen der "Piraterie". Verteidigungsminister Viktor Liina erklärte, die russische Marine sei bereit, Schiffe dieser Staaten zu inspizieren und festzusetzen.

Die schlecht gewarteten Schiffe der Schattenflotte stellen zugleich ein Umweltrisiko dar. Der Tanker Caroline Bezengi verlor vor Oman etwa 130.000 Tonnen Rohöl – dreimal mehr als bei der Exxon-Valdez-Katastrophe 1989.

Heimisch wächst der Druck auf Putin. Russland leidet unter Treibstoffmangel, der sich in der kommenden Erntesaison verschärfen dürfte. Ukrainische Drohnenangriffe zerstören Ölanlagen und Energieinfrastruktur, was zu Stromausfällen etwa auf der Krim führt. Unterdessen demonstrativ besuchte Putin die umstrittene Kurilen-Insel Iturup, während die USA ihre Militärbündnisse mit Japan und Südkorea verstärken.

Kernpunkte:

  • Die EU-Marinemission Irini hat den sanktionierten Öltanker Toa Payoh im Mittelmeer kürzlich abgefangen und inspiziert.
  • Der Kapitän der Toa Payoh kooperierte nicht.
  • Soldaten besetzten die Toa Payoh per Helikopter.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine (Deutsch)