Studie analysiert Rechtsstreit um Straße von Hormus und Schutz der Schifffahrt

Eine SWP-Studie untersucht den Konflikt um die Straße von Hormus unter Berücksichtigung ihres völkerrechtlichen Status, des Seekriegsrechts und von Selbstverteidigungsargumenten angesichts iranischer Aktionen und Drohungen gegen die Schifffahrt. Der Bericht behandelt unterschiedliche Rechtsinterpretationen zwischen dem Iran und anderen Staaten, die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen und Vorschläge für eine multinationale Marinenmission mit deutscher Beteiligung zum Schutz der Handelsschifffahrt und zur Minenräumung. Ein im Juni 2026 zwischen den USA und dem Iran vereinbarter 14-Punkte-Plan zur Sicherung der Passage ist bis Juli 2026 ins Stocken geraten, wobei Präsident Trump seinen Scheitern erklärte.

Kernpunkte:

  • Vor dem Ausbruch des Iran-Krieges herrschte Unklarheit, ob die Straße von Hormus dem Regime der Transitpassage oder nur der von Teheran vertretenen unschuldigen Passage unterliegt.
  • Irans Interpretation der unschuldigen Passage würde ihm umfassendere Interventionsrechte über die Schifffahrt gewähren.
  • Unter weder Transit- noch unschuldiger Passage kann die Durchfahrt von einer Genehmigung abhängig gemacht oder ausgesetzt werden, noch kann der Iran Gebühren für die Passage erheben.

Quelle: SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik) (Deutsch)