Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) verlangt auf einem Kongress in Berlin mehr rechtliche und praktische Spielräume zum Schutz kritischer Stromnetze vor Sabotageangriffen. Nach Ansicht des Verbands behindern Datenschutzbestimmungen und andere Regelungen die Videoüberwachung kritischer Infrastruktur. Der VKU betont die Notwendigkeit gestiegener Resilienz, damit Stromnetze nach erfolgreichen Angriffen schneller wiederhergestellt werden können. Deutschland verfügt über etwa 250 Umspannstationen und 130.000 Kilometer Hochspannungsleitungen.
Auch RWE-Chef Markus Krebber fordert besseren Schutz kritischer Infrastruktur und kritisiert Transparenzgesetze, die Informationen über kritische Infrastruktur öffentlich machen. Die Forderungen entstehen vor dem Hintergrund, dass die Polizei einen 48-Jährigen verhaftet hat, der verdächtigt wird, Stromeitungen in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen sabotieren zu wollen.
Kernpunkte:
- Der VKU fordert mehr rechtliche und praktische Spielräume zum Schutz kritischer Stromnetze vor Sabotage.
- Datenschutz und andere Regelungen behindern die Videoüberwachung kritischer Infrastruktur.
- Die Resilienz muss erhöht werden, um eine schnellere Stabilisierung von Stromnetzen nach Angriffen zu ermöglichen.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
