Kremlbeauftragter Kirill Dmitrijew äußerte die Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der AfD und versprach die Rückkehr von bezahlbarem Nord-Stream-Gas nach einem möglichen Wahlsieg der Partei in Mecklenburg-Vorpommern. Dies würde zu niedrigeren Energiekosten, mehr Jobs und höherem Wachstum führen, sagte Dmitrijew. Die Intervention des Kremls erfolgt kurz vor der Landtagswahl, obwohl Moskau regelmäßig behauptet, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen.
Dmitrijew, der auch Putins Chefunterhändler bei Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges gegen die Ukraine ist, kündigte an, 2027 ein Business-Forum mit deutschen Unternehmen auszurichten. Nach seinen Angaben gebe es bereits mehr als 20 Anfragen von deutschen Firmen. Allerdings entscheidet die Wahl auf Landesebene nichts über die Gaspolitik, da Russlands Pipelinegas in der EU unter Sanktionen steht.
Russland setzt vor allem auf ein Scheitern der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz und auf einen künftigen Sieg der AfD auf Bundesebene. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann sich nach aktuellen Umfragen hingegen Hoffnung auf einen Wahlsieg machen.
Kernpunkte:
- Kremlbeauftragter Kirill Dmitrijew äußerte ganz unverhohlen die Bereitschaft zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Partei nach einem möglichen Wahlsieg.
- Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt.
- Moskau behauptet immer wieder, sich nicht in Wahlen anderer Länder einzumischen.
Quelle: WirtschaftsWoche (Deutsch)
