Der CEO von Hensoldt argumentiert, dass Deutschland seine Streitkräfte grundlegend umrüsten muss, nicht nur aufrüsten, um echte Verteidigungsfähigkeit zu erreichen. Während Mittel verfügbar seien, fehle es an der Transformationsfähigkeit, diese in operative Leistung umzuwandeln. Er kritisiert den langwierigen und komplizierten Weg von genehmigten Budgets zu einsatzbereiten Systemen, langsame Beschaffungsprozesse und die bisherige Fokussierung der Rüstungsindustrie auf perfekte Systeme in kleinen Stückzahlen statt guter Systeme in großen Mengen. Er fordert die Sicherung langfristiger industrieller Kapazitäten, Anpassung an schnellere Innovationszyklen und eine klare, Jahrzehnte umfassende Verteidigungsstrategie über 2029 hinaus. Hensoldt selbst investierte zwischen 2023 und 2025 etwa eine Milliarde Euro in Technologie, Lieferketten und Infrastruktur und stellte mehrere tausend Mitarbeiter ein, viele aus der Automobilindustrie. Im Operationsplan Deutschland seien zivile Unternehmen in Transport, Logistik, Energie, Gesundheitswesen und Instandhaltung eingeplant.
Kernpunkte:
- Deutschland muss nicht nur aufrüsten, es muss umrüsten.
- Das Geld für die Verteidigung ist vorhanden.
- Was fehlt, ist die Transformation, die es in Verteidigungsfähigkeit umsetzt.
Quelle: FAZ (Deutsch)
