Die Bundeswehr führte die Übung „Red Storm Charlie" in Hamburg durch, um Deutschlands Reaktion auf NATO-Truppenbewegungen durch das Land zur Östlichen Flanke zu simulieren. An der Übung nahmen neben Militär auch Zivilbehörden und Unternehmen teil. Generalleutnant André Bodemann, stellvertretender Kommandeur des Einsatzkommandos der Bundeswehr, und Kapitän zur See Kort Leonards, Kommandant der Übung, erklärten, dass die Gesamtverteidigung sowohl militärische als auch zivile Komponenten umfasst.
Die Übung verdeutlichte das „Operationsplan Deutschland"-Konzept, das militärische Aufgaben wie Luftverteidigung und Deutschlands Rolle als Drehscheibe für NATO-Verlegungen regelt. Im Ernstfall könnten bis zu 800.000 Soldaten durch Deutschland in die baltischen Staaten verlegt werden. Der Plan wird derzeit ein zweites Mal überarbeitet und soll bis Jahresende fertiggestellt sein.
Solche Übungen dienen der Identifikation von Defiziten in der Abwehrbereitschaft und sind angesichts der großen Menge und Vielfalt von Hybrid-Bedrohungen notwendig. Ziel ist Kriegsprävention durch glaubwürdige Abschreckung.
Kernpunkte:
- Oberstleutnant David Zeidler sprach in Hamburg mit Generalleutnant André Bodemann und Kapitän zur See Kort Leonards.
- Generalleutnant André Bodemann ist stellvertretender Kommandeur des Einsatzkommandos der Bundeswehr und verantwortlich für Deutschlands militärische Landesverteidigung.
- Kapitän zur See Kort Leonards kommandierte die Übung „Red Storm Charlie" in Hamburg.
Quelle: Bundeswehr (YouTube) (Deutsch)
