Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose für 2026 auf 1,3 Prozent

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Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprojektion für 2026 deutlich von 0,5 auf 1,3 Prozent angehoben. Haupttreiber dieser Revision sind zusätzliche staatliche Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur, die durch neue Schulden finanziert werden. Weitere Faktoren sind günstige Effekte aus dem globalen Handel, da deutsche Unternehmen zeitweise von Lieferengpässen infolge des Nahostkonflikts profitieren, sowie ein statistischer Effekt durch mehr Arbeitstage, der etwa 0,3 Prozentpunkte des erwarteten Wachstums erklärt. Sicherheitspolitik ist dabei zu einem wichtigen Konjunkturfaktor geworden, da das Sondervermögen für die Bundeswehr und erhöhte Verteidigungsausgaben zusätzliche Nachfrage bei Industrieunternehmen, Zulieferern und im Baugewerbe erzeugen. Die Wachstumszahlen deuten eher auf eine Erholung hin als auf einen nachhaltigen Boom. Für 2028 rechnet die Regierung mit nur noch 0,6 Prozent Wachstum.

Kernpunkte:

  • Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprojektion für 2026 von 0,5 auf 1,3 Prozent angehoben.
  • Wachstumstreiber sind die zusätzlichen Ausgaben etwa für Verteidigung und Infrastruktur, die mit neuen Schulden finanziert werden.
  • 2028 soll die deutsche Wirtschaft dann um nur noch 0,6 Prozent wachsen.

Quelle: Deutschlandfunk (Deutsch)