Taiwan und die Volksrepublik China kämpfen weltweit um diplomatische Anerkennung, wobei Beijings "Ein-China"-Prinzip Staaten zwingt, sich für eine Seite zu entscheiden. Trotz wirtschaftlicher Nachteile unterhält Taiwan formale Beziehungen zu 12 Ländern, hauptsächlich in Afrika, Lateinamerika und dem Pazifik. Taiwan nutzt politische Umstände in kleineren, weniger etablierten oder politisch einzigartigen Staaten zu seinem Vorteil.
Taiwans diplomatische Verbündete konzentrieren sich strategisch auf bestimmte Regionen: Im Pazifik erkennen die Marshallinseln, Palau und Tuvalu die Republik China an; in Afrika sind dies hauptsächlich Eswatini und Somaliland; in den Amerikas sind es sieben von Taiwans zwölf verbleibenden Botschaften, darunter Belize, Guatemala, Haiti, Paraguay, St. Kitts und Nevis, Saint Lucia sowie St. Vincent und die Grenadinen. Im Jahr 1971 wurde China durch die UN-Resolution 2758 in die Vereinten Nationen aufgenommen und Taiwan ausgeschlossen.
Taiwans Strategie wird durch politische Faktoren geprägt: Präsident Lai Ching-te setzt diese Politik fort, während Präsident-Präsident Ma Ying-jeou eine andere Linie verfocht. Paraguay bleibt Taiwans einziger südamerikanischer Verbündeter und hat diesem die Treue bewahrt, während Honduras unter Präsident Nasry Asfura eine Rückkehr zu Taiwan erwägt. Der Vatikan ist Taiwans einziger diplomatischer Verbündeter in Europa.
Kernpunkte:
- Die Volksrepublik China und die Republik China kämpfen seit Ende des Chinesischen Bürgerkriegs 1949 um diplomatische Anerkennung.
- Beijings "Ein-China"-Prinzip zwingt Staaten, zwischen der Anerkennung der Volksrepublik oder der Republik China oder keiner von beiden zu wählen.
- Taiwan unterhält formal diplomatische Beziehungen zu Staaten weltweit.
Quelle: TheDiplomat.com (Englisch)
