Russland plant Klage gegen Baltikum wegen angeblicher Diskriminierung von Russen

Russland bereitet eine Klage gegen Litauen, Lettland und Estland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) vor, in der es die Staaten der systematischen Diskriminierung von ethnischen Russen beschuldigt. Eine Moskauer Anwaltskanzlei mit Unterstützung russischer Propagandisten bereitet diesen Schritt vor, den baltische Beamte wie Außenministerin Kaja Kallas weitgehend als Propagandakampagne zur Diskreditierung ihrer Länder betrachten. Russlands UN-Botschafter Vasily Nebenzya erhob zudem Vorwürfe gegen Lettland, der Ukraine Drohneneinsätze von seinem Territorium aus zu gestatten, und warnte vor Vergeltungsschlägen unabhängig vom NATO-Beitritt. Experten des Völkerrechts empfehlen den baltischen Staaten jedoch, die rechtlichen Ansprüche ernstzunehmen, obwohl Russlands Propagandaabsichten offensichtlich sind. Die baltischen Staaten lehnen alle Vorwürfe ab und betonen, dass sie Rechtstaatlichkeit wahren und die Rechte aller Einwohner garantieren.

Kernpunkte:

  • Russland kündigte an, die baltischen Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof zu verklagen und beschuldigt sie der Diskriminierung von ethnischen Russen.
  • Das russische Außenministerium behauptete, die baltischen Staaten bereiteten sich offen darauf vor, russischsprachige Bewohner abzuschieben.
  • Ein Sprecher des russischen Außenministeriums behauptete, die baltischen Staaten hofften, die „russische Frage" und das Problem der massiven Staatenlosigkeit endlich zu lösen.

Quelle: https://www.lrt.lt/en/news-in-english/19/2989168/russia-set-to-escalate-claims-against-baltic-states-investigation · en · mixed