Die USA und Saudi-Arabien führten am Mittwoch gemeinsame Luftschläge gegen irangestützte Milizen im Irak durch und verschärften damit den regionalen Konflikt. Nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums richteten sich die nächtlichen Anschläge gegen eine iranische Proxy-Gruppe, die für Drohnenangriffe auf saudi-arabische Energieinfrastruktur und US-Truppen verantwortlich ist. Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte die Operation und erklärte, die beiden Länder hätten "mehrere terroristische Logistik- und Waffenstandorte" im Irak getroffen. Hauptziel waren Iraks Popular Mobilization Forces (PMF), ein Dachverband irakischer Milizen, die vom Iran gestützt und ausgebildet werden. Bei den Angriffen wurden mindestens 20 PMF-Mitglieder getötet und 32 weitere verletzt. Der irakische Premierminister Ali al-Zaidi berief am Mittwoch eine Notfallsitzung zur nationalen Sicherheit ein, in der Bagdad Fremdmächte für Angriffe auf irakisches Territorium verurteilte. Der Iran feuerte am selben Tag mehrere Marineflugkörper auf US-Militärbasen in Jordanien ab.
Der russische Gründer von Telegram, Pavel Durov, wurde am Mittwoch von russischen Behörden beschuldigt, den Terrorismus zu unterstützen, und es wurde ein internationaler Haftbefehl gegen ihn erlassen. Der russische Geheimdienst beschuldigte Telegram, zahlreiche Kanäle, Chats und Bots nicht zu entfernen, die angeblich von ukrainischen Geheimdiensten, Terrororganisationen und extremistischen Organisationen zur Vorbereitung und Koordination von Sabotage- und Terrorakten genutzt werden.
Französische und spanische Feuerwehrleute machten am Mittwoch Fortschritte in ihren Kämpfen gegen massive Waldbrände, wobei lokale Behörden erklärten, dass die Brände unter Kontrolle sind. Ein Waldbrand in Südfrankreich breitete sich innerhalb von knapp zehn Kilometern einer Fabrik in der Bordeaux-Region aus, die beim Bau von Atomraketen hilft. Drei Feuerwehrleute starben bei Bränden in Griechenland auf der Insel Kreta und auf dem Festland. Nach einem Entwurfsbericht der Vereinten Nationen wurden Boeing-Flugzeuge eines langjährigen US-Militärauftragnehmers für den Transport von Söldnern und Waffen für die sudanesischen Rapid Support Forces (RSF) eingesetzt.
Kernpunkte:
- US-amerikanische und saudi-arabische Streitkräfte führten am Mittwoch gemeinsame Luftschläge gegen irangestützte Milizen im Irak durch.
- Das saudische Verteidigungsministerium erklärte, die nächtlichen Luftschläge hätten eine iranische Proxy-Gruppe zum Ziel, die für Drohnenangriffe auf saudi-arabische Energieinfrastruktur und US-Truppen verantwortlich ist.
- Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte die Operation und erklärte, die beiden Länder hätten "mehrere terroristische Logistik- und Waffenstandorte" im Irak getroffen.
Quelle: ForeignPolicy.com (Englisch)
