Nahostkonflikt droht sich auszuweiten: Sechsmonatige Pattsituation statt erwarteter Kurzzeitoperation

Die von US-Präsident Donald Trump vorhergesagte vier- bis sechswöchige gemeinsame Militäroperation mit Israel zur Zerschlagung des iranischen Regimes ist in eine sechsmonatige Pattsituation ohne absehbares Ende abgerutscht. Ein iranischer Angriff auf US-Positionen in Jordanien führte zu einer amerikanischen Militärantwort mit dem Ziel, von Iran und seinen Stellvertretern ausgehende Bedrohungen zu verringern. Saudi-Arabien bestätigte direkte Beteiligung an gemeinsamen US-Angriffen gegen iranische Milizen im Irak und berief sich auf Selbstverteidigungsrecht nach eigenen Angriffen auf saudi-arabische Öleinrichtungen.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi warnte vor ernsthafter Eskalation und möglicher ägyptischer Verwicklung. Nach den US-amerikanischen und saudischen Angriffen verursachte eine unidentifizierte Drohne eine Explosion in einem ägyptischen Hafen nahe dem Suezkanal; die USA deuteten auf iranische Verantwortung hin, während Ägypten die Schuld offen ließ. Täglich passieren etwa 50 Schiffe den Suezkanal, durch den rund zehn Prozent des weltweiten Schiffsverkehrs fließt.

Kernpunkte:

  • Was US-Präsident Donald Trump als vier- bis sechswöchige gemeinsame Militäroperation mit Israel zur Zerschlagung des iranischen Regimes vorhergesagt hatte, gleitet schnell in eine sechsmonatige Pattsituation ohne absehbares Ende ab, mit wachsendem Risiko einer Ausweitung des Konflikts.
  • Ein iranischer Angriff auf US-Positionen in Jordanien am Dienstag zerschlug diese Bemühungen.
  • Die amerikanische Militärantwort zielte darauf ab, von Iran und seinen Stellvertretern ausgehende Bedrohungen für US-Streitkräfte, den Handelsverkehr und die Golfstaaten zu verringern.

Quelle: RTÉ News (Englisch)