Eine Drohne legte vorübergehend den Flughafen Leipzig/Halle lahm. Das Luftfahrzeug, das auf dem Rollfeld neben einem ukrainischen Transportflugzeug gefunden wurde, war mit einem Sprengstoff ausgestattet, den eine Spezialeinheit der Bundespolizei entschärfte. Sicherheitsbehörden konnten nicht verhindern, dass die Drohne in den gesicherten Bereich eindrang. Nach Annahme von Polizeisprecher Olaf Hoppe gelangte die Drohne wahrscheinlich aus der Luft auf das Rollfeld. Ein unbekanntes zweites Fluggerät stieß zudem in der Luft mit einer Frachtmaschine zusammen und verursachte leichte Beschädigungen.
Der Vorfall offenbart erhebliche technische und rechtliche Herausforderungen bei der Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. Ralph Beisel, Geschäftsführer des Flughafen-Verbands ADV, betont, dass viele deutsche Flughäfen auf Drohnenabwehrsysteme warten. Die Bundespolizei ist für die Drohnenabwehr an Verkehrsflughäfen zuständig, während die Bundeswehr seit Anfang dieses Jahres unter extremen Umständen Drohnen im Inland abschießen darf. Bundespolizeipräsident Dieter Romann sprach von einem „Netzwerk aus 42 Luftsicherheitsbehörden" zur Drohnenabwehr. Nach dem Vorfall wurde kein Drohnenpilot gefunden. Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew deutete an, dass Russland hinter dem Incident stecken könnte.
Kernpunkte:
- Eine Drohne legte Leipzig/Halle Airport vorübergehend lahm.
- Sicherheitsbehörden konnten verhindern, dass ein unbemanntes Luftfahrzeug in den Sicherheitsbereich eindrang.
- Die auf dem Rollfeld neben einem ukrainischen Transportflugzeug gefundene Drohne war mit einem Sprengstoff ausgestattet.
Quelle: FAZ (Deutsch)
